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Aktuelle Seite: Nagetiere-Online.de | Farbratten | Vergesellschaftung
Jeder Rattenhalter kann in die Situation kommen, dass er eine vorhandene einzelne Ratte mit einer anderen vergesellschaften möchte. Doch besonders Anfänger geraten durch falsche Beratungen immer wieder in diese Falle und müssen sich ausgerechnet als Beginner gleich mit dem schwierigen Kapitel der Vergesellschaftung auseinandersetzen, um ihre irrtümlich begannen Fehler zu bereinigen.
Jede Vergesellschaftung ist eine eigene Geschichte. Bei den einen Ratten klappt die Zusammenführung ohne größere Probleme. Im nächsten Fall wird es eventuell sehr schwierig und zwei (oder mehr) Ratten müssen mehr oder weniger zu ihrem Glück gezwungen werden. Maßgeblich an der Vergesellschaftung beteiligt sind die Charaktere der einzelnen Ratten. Und da jeder Charakter unterschiedlich ist, ist auch jede Vergesellschaftung unterschiedlich. Ratten, die lange Zeit alleine waren, sind schwieriger zu vergesellschaften. Deshalb sollten so schnell wie möglich ein neuer rattige Gefährte herbei.
Neue Rattenhalter sollten nicht gleich mit einer Vergesellschaftung beginnen, sondern erst einmal Erfahrungen im Alltag als Rattenhalter sammeln. Aus diesem Grund wäre es gut, wenn Sie gleich Ratten aufnehmen können, die einander gewöhnt sind. Sind Sie allerdings trotzdem in der Verlegenheit, ein Einzeltier zu halten und möchten diese Situation schnell begradigen, dann sollten Sie sich fachkundige Hilfe holen.
Fachkundige Hilfe bedeutet in diesem Fall den Beistand von erfahrenen Rattenhaltern. Statt eine weitere einzelne Ratte aus dem Zoohandel aufzunehmen, sollten Sie sich an einen Rattenverein oder eine Rattenhilfe wenden. Schildern Sie Ihr Problem und bitten Sie darum, eine oder zwei Ratten zu übernehmen, bei denen eine relativ friedliche Vergesellschaftung zu erwarten ist. Eine Garantie gibt es natürlich nicht, aber oftmals kennen Vereine und Rattenhilfen ihre Notfalltiere und können abschätzen, wie sie auf Ihre vorhandene Ratte reagieren. Wenn Sie sich die Vergesellschaftung nicht selbst zutrauen, dann werden Sie bei Rattenvereinen und Rattenhilfe immer ein offenes Ohr finden.
habe noch 8 zahme Rattenjunge (Black-Hooded und Husky) in ein paar Tagen abzugeben. Haben am 20.02.10 Geburtstag und sind sehr zahm. Steh natürlich auch gerne nach der Vermittlung für ... [weiter lesen]
Ganz wichtig: Sorgen Sie vorab dafür, dass die neu hinzugekommenen Ratten keine Angst mehr vor Ihnen als Mensch zeigen. Nur dann können Sie die Vergesellschaftung vernünftig mitverfolgen und eingreifen, ohne die neuen Ratten zu verängstigen.
Wenn Sie die Wahl haben, dann nehmen Sie am besten gleich zwei neue Ratten auf, die sich bereits kennen und zusammenleben. Eine Vergesellschaftung braucht seine Zeit. Es wäre schade, wenn die Ratten in dieser Zeit - die durchaus mehrere Wochen betragen kann - immer wieder alleine in ihren Rattenkäfig zurück müssten.
Solange die Ratten in getrennten Käfigen untergebracht sind, sollten Sie jeden Tag eine Handvoll Einstreu zwischen den Käfigen tauschen und mischen. Nach ein paar langsam angegangenen Tagen kann es ruhig urinhaltige Streu sein, damit die Ratte den Geruch der jeweils anderen kennenlernt. Die Käfige sollten in dieser Zeit im selben Raum stehen und Tag für Tag ein wenig zusammen rücken. Allerdings sollten die Ratten sich nicht durch das Käfiggitter erreichen.
Der erste Kontakt muss auf neutralem Gebiet hergestellt werden, damit die länger anwesende Ratte das Revier nicht für sich beansprucht. Suchen Sie deshalb einen Ort aus, den keine der Ratten kennt. Optimal ist ein kleines Freilaufgehege mit ein paar Versteckmöglichkeiten. Häuser müssen dabei mehrere Ausgänge haben, damit die schwächere Ratte jederzeit einen Weg offen hat, um sich zurückzuziehen und nicht in die Enge gedrängt werden kann. Die Ratten laufen sich hinterher, beriechen sich und zupfen ein wenig Fell. Wenn die Verhältnisse schnell klar sind, dann dreht die unterlegene Ratte sich auf den Rücken. Dabei quiekt sie eventuell. Sie als Rattenhalter sollten nur dann eingreifen, wenn aus den Streitigkeiten wirklich ernst wird. Flucht und Streit müssen sein, um die Fronten zu klären. Blut darf selbstverständlich nicht fließen.
Steigern Sie den gemeinsamen Freilauf tageweise und wenn sich das Miteinander gut eingependelt hat, dann bereiten Sie einen neutralen Rattenkäfig vor. Ein vorhandener Rattenkäfig ist das Revier der Ratte, die bisher in ihm gelebt hat. Möchten Sie diesen Rattenkäfig weiter verwenden, dann reinigen Sie den Käfig und das komplette Zubehör lange unter heißem Wasser. Spülen Sie den Geruch vorab weg, in dem Sie den Käfig mit leichtem Essigwasser vorreinigen. Lassen Sie den neuen Ratten ein wenig Vorsprung, um den Rattenkäfig zu erkunden. Denn wenn der bisherige Bewohner dazu kommt, dann wird es trotzdem noch einmal zu einer kleinen Jagd kommen.
Einen sehr ausführlichen Bericht finden Sie auf der Webseite der Rattenwelt
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